Hallo Welt, darf ich mich vorstellen?

Hallo Welt, darf ich mich vorstellen?

Ich bin Anni­ka Ewe und ganz neu im com­ple­neo-Team. Ich arbeite an kom­plex­en Ver­trags­gestal­tun­gen, der Struk­turierung von Transak­tio­nen und in unserem Team Stiftungsrecht. Zuvor war ich lange Zeit in der TU Braun­schweig Ansprech­part­ner eines Elek­trotech­nik-Insti­tuts für Rechts- und Patent­fra­gen sowie für die Mit­tel­be­wirtschaf­tung bzw. das Con­trol­ling des Insti­tuts zuständig.

Meine neue Tätigkeit ist mit viel Neuem gar­niert, fordert mich tüchtig her­aus und bere­it­et mir genau deshalb so viel Freude. Zu erre­ichen bin ich unter annika.ewe@compleneo.de

James Bon hat keine Zeit zu sterben

James Bon hat keine Zeit zu sterben

Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Bon, James Bon. Und ich habe keine Zeit zu ster­ben, weil ich ab dem 01. Jan­u­ar 2020 grob geschätzt über­all auf­tauche, wo Geld seinen Besitzer wech­selt. Aber nun erst ein­mal langsam:

Ab dem 01. Jan­u­ar 2020 gilt ein neues Gesetz: Das Kas­sen­ge­setz. Sein Ziel soll sein, dass Manip­u­la­tio­nen an dig­i­tal­en Dat­en ver­hin­dert wer­den. Lück­en in Aufze­ich­nun­gen wer­den erkennbar gemacht, indem zu Beginn ein­er Aufze­ich­nung eine Transak­tion­snum­mer vergeben wird. Die Pro­tokol­lierung, die bei Dateneingabe begin­nt, ver­hin­dert dann eine nachträgliche Manip­u­la­tion der Dat­en.

Für die Prax­is ergibt sich nun fol­gen­der beispiel­haft angenommen­er Sachver­halt: Dr. No geht beim Bäck­er ein Brötchen kaufen. Er reicht gle­ich das Geld über den Tre­sen, da er dort täglich sein Brötchen kauft und die Preise ken­nt. Die char­mante Bäck­ereifachverkäuferin, Miss Mon­eypen­ny, ver­gisst über den net­ten Plausch mit Dr. No hin­weg, den Betrag von 27 Cent in das Kassen­sys­tem einzugeben — und schon ist es passiert. Waren­ab­gang und Zahlung­sein­gang sind nicht ord­nungs­gemäß doku­men­tiert und kön­nen damit im Kassen­sys­tem nicht kor­rekt abge­bildet wer­den. Doch was zieht die kleine Acht­losigkeit von Miss Mon­eypen­ny alles nach sich? Durch die Nichter­fas­sung der Transak­tion liegt eine Manip­u­la­tion von Dat­en vor, die zu ein­er fehler­haften Besteuerungs­grund­lage für das Finan­zamt führt. Natür­lich kön­nte Miss Mon­eypen­ny auch im Nach­hinein Dat­en eingeben, hat dann über den Plausch hin­weg aber ganz vergessen, welch­es Brötchen Dr. No heute nochmal gewählt hat­te und gibt eine kassen­mäßig fehler­hafte Buchung ein, die die falsche Höhe des Buchungs­be­trages aufweist.

Auf jeden Fall wäre Miss Mon­eypen­ny dieser Fehler nicht unter­laufen, wenn es schon vorher das Kas­sen­ge­setz gegeben hätte. An dieser Stelle komme ich ins Spiel: Bei jedem Kauf müssen die Miss Mon­eypen­nys dieser Welt den Dr. Nos dieser Welt einen Bon, einen James Bon, aus­geben. Dies kann aber nur geschehen, wenn sie zuvor den zu zahlen­den Betrag in das Kassen­sys­tem eingegeben haben. So ein­fach lässt sich so großer Schaden ver­mei­den. James Bon hat keine Zeit zu ster­ben. Und wo wir schon beim Aus­geben sind: Geschüt­telt, nicht gerührt.